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Richtiges Essen fördert Fitness und Denkleistung

Kreis Minden-Lübbecke, 08.08.2007

 
Mehr Gesundes auf den Tisch:
Richtiges Essen fördert Fitness und Denkleistung

Im Kreis Minden-Lübbecke soll mehr Gesundes auf den Tisch kommen (wir berichteten). Gemeinsam mit mehreren Partnern setzt die Kreisverwaltung ab dem Schuljahr 2007 / 2008 in 14 Schulen Ernährungsprojekte zu unterschiedlichen Schwerpunkten um.

Das Thema „Fitness und Denkleistung im Zusammenhang mit gesunder Ernährung“ wird unter der Regie von Diätassistentin Doris Borgmann an der Freiherr-von-Vincke-Realschule in Minden, an der Jahn-Realschule Lübbecke und an der Hauptschule Holzhausen behandelt. Das Projekt trägt den Titel „Denkfutter“ und die beteiligten Jugendlichen setzen sich mit dem Einfluss der Ernährung auf die körperliche und geistige Fitness auseinander.

Unser Körper verlangt jeden Tag nach einer Vielzahl von Nährstoffen, um fit und gesund zu bleiben. So benötigen Muskulatur und Gehirn jede Menge Energie, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Das Gehirn hat einen besonderen Bedarf an Nährstoffen: „Es reagiert stark darauf, was wir essen und trinken. Und es arbeitet deutlich besser, wenn es optimal versorgt wird. Das heißt aber nicht, dass man sein Denkvermögen durch eine besondere Gehirn-Diät steigern kann. Geistreiche beziehungsweise Geist bereichernde Wundermittel gibt es nicht, auch wenn die Werbung es vermuten lassen könnte. Die intellektuellen Fähigkeiten sind genetisch festgelegt, zum Genie kann man sich nicht hochfuttern“, erläutert Diätassistentin Doris Borgmann.

Wohl aber schwächt eine unausgewogene Ernährung auch Superhirne. Eine gesunde Ernährung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen trägt zu einem klaren Kopf; innerer Ruhe und guter Konzentrations- und Merkfähigkeit bei.

Empfohlen werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte, also einem bezogen auf den Energiegehalt hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. 55 Prozent der Nahrungsenergien kommen aus Kohlenhydraten, vorwiegend Getreide, Kartoffeln, Nudeln, Obst und Gemüse.

Fette sollten nicht mehr als 30-33 Prozent des Energiebedarfs decken. Sie stammen überwiegend aus tierischen Lebensmitteln. Die restlichen 12-15 Prozent kommen aus Eiweiß (Proteine). Je zur Hälfte sind diese tierischen (Milch, Fleisch, Fisch, Eier) und pflanzlichen Ursprungs (Getreide, Kartoffeln). Diese Lebensmittelauswahl sichert den täglichen Bedarf an Energie, Eiweiß, essentiellen Fettsäuren, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.

Für die Beurteilung der auf die Gesundheit bezogenen Ernährungsqualität sind Vielfalt, Ausgewogenheit und Mäßigung in der Lebensmittelauswahl wichtig. Dabei können einzelne Lebensmittel in zu hohen Verzehrsmengen zu einer einseitigen Ernährung führen. Ein einseitiger und übermäßiger Konsum von bestimmten Getränken, zum Beispiel Cola, und Fast Food wie beispielsweise Hamburgern kann mittel- und langfristig die Ernährungsqualität beeinträchtigen. So enthalten süße Limonaden keine Vitamine und Spurenelemente, sie haben also eine geringe Nährstoffdichte. Ein Hamburger hat einen hohen Energie-, aber auch einen hohen Fettgehalt.

Die Zusammenhänge rund um die gesunde Ernährung werden die Schülerinnen und Schüler während des Projektes am eigenen Körper erfahren. In allen beteiligten Schulen sollen die durchgeführten Gesundheitsprojekte nachhaltig wirken. Ziel: Die Schulen sollen nach Abschluss der Aktion das Thema Ernährung selbstständig und langfristig weiterbearbeiten. Deswegen werden Lehrer und Eltern am Projekt beteiligt und bekommen Hilfen und Infomaterial.

Für die Schulen lohnt sich ein Engagement allemal: Sie werden, soweit die Projekte unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen durchgeführt werden, für das entsprechende Schuljahr die Auszeichnung „Gesunde Schule im Mühlenkreis“ erhalten.

Die Kosten des Ernährungsprojekts tragen die AOK Herford, Minden-Lübbecke, die BKK Melitta Plus, die Vereinigte IKK, die Barmer in Minden sowie die Landesvereinigung für Milchwirtschaft NRW.

Informationen zum Projekt gibt es im Kreishaus bei Dr. Christian Adam, Telefon 0571/807-2288, Fax 0571/807-32880, E-Mail c.adam@minden-luebbecke.de.

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