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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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Radtour an der kleinen Aue entlang

Wasser, Abwasser, Feuerwasser

Wir treffen unsere beiden Guides von Espelkamp Tourismus am 'Krug zum grünen Kranze'.

Durch Felder und Wiesen geht es zur 'Kleinen Aue'. Klein ist sie wirklich, fast nur ein Graben, aber wunderbar schnurgerade. Und das ist gar nicht schön. Ihr ursprünglicher Zustand war kein Fluß und auch kein Bach, sondern nur ein nasses matschiges Gelände, das irgendwie nach Norden, also nach Rahden, zur Großen Aue abfloß. Natürlich war an landwirtschaftliche Nutzung nicht zu denken, sodaß die Flußbegradigung viele Gewinne brachte, z.B. Nutzfläche für die Landwirtschaft. Doch eben auch Nachteile, sodaß seit 30 Jahren an Plänen zur Renaturierung gearbeitet wird.

Nach dem Besuch dieses 'High Speed Flusses' geht es zum leckeren Kaffeetrinken mit Pflaumenkuchen mit Sahne (nach Wahl!) zurück 'Zum grünen Kranze'. Hmmmm, war das lecker!

Jetzt kommt die 2. Lektion. Auf einer großen Fläche halten wir an. Der Oberlauf der 'Kleinen Aue' ist als idyllisches Bächlein hinter Bäumen und Büschen verschwunden und die große Fläche dient bei Hochwasser dem Schutz der Stadt.

Bei Lektion 3 lernen wir eine gelungene Maßnahme zur Fließgeschwindigkeitsregulierung der Aue kennen. Nämlich eine Art Staustufe.

Lektion 4 ist der Zufluß der Abwässer der Stadt Espelkamp, die nach modernsten Verfahren gereinigt werden und nach Ozonisierung und Phosphatfällung beste Wasserqualität haben, um in die Aue eingeleitet zu werden.

Verdammt viel gelernt haben wir bis hierhin, wobei es jetzt zum kulturellen Teil übergeht. In Frotheim besuchen wir die 'Klus'. In diesem kleinen Gotteshaus werden wir mit plattdeutschen Worten herzlich begrüßt. Wie heimelig das klingt. Die Frotheimer halten (so wie alle Ortsteile der Stadt Espelkamp) an ihren Traditionen fest. Und manchmal läßt man sich auch etwas Neues einfallen. Es gibt doch tatsächlich einen Schnapsschrank mitten im Ort.

Jetzt wird es anstrengend, denn ich bin heute mit dem kleinen Klapprad unterwegs und ich hätte nie gedacht, daß es hier 'sonne Hügel' gibt. Die Steigungen sind fast unsichtbar, aber ich muß ordentlich in die Pedalen treten. Unser Ziel ist ein Schmuckkästchen in Isenstätt. In den letzten 30 Jahren haben die Kösters aus einem Fachwerkhof, der mehr Ruine und Schrott als noch ein Haus war, ein traumhaftes Heim mit Gartenteich gezaubert. Es ist unbeschreiblich schön geworden. Nicht nur für die Familie selbst, sondern für alle, die mit Herz an unserer alten Bautradition hängen.

OK. Mir graut vor dem Rückweg, denn ich bin schon recht KO. Welch tolle Überraschung: es gibt erstmal eine Schußfahrt. Ist ja auch klar nach den erkraxelten Höhenmetern. Und dann schaffe ich auch noch den Rest dieser Tour. Immerhin 24 km.

Wir waren zum 3. Mal mit Herrn Kleinehollenhorst unterwegs. Und die Kombi aus Radtour bzw. Spaziergang und Information ist immer wieder genial und interessant für alle. Vielen Dank Günter, daß Du das für uns eingestielt hast.

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