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Neues rund um die Mülldeponie: Experten diskutieren in Minden

Kreis Minden-Lübbecke, 16.10.2007

  
Neues rund um die Mülldeponie: Experten diskutieren in Minden

Wie wird sich der Rechtsrahmen für die Lagerung von Abfall verändern? Wie kann eine Deponie wirtschaftlich betrieben werden? Wie kann die Umwelt vor alten Mülllagern geschützt werden? Wie behandeln andere Staaten ihren Abfall? Diese und andere Fragen diskutierten am Montag und Dienstag rund150 Fachleute aus ganz Deutschland. Sie waren zur zweiten Auflage der Deponietage in die Mindener Stadthalle gekommen.

„Ihr Kommen ist für den Kreis Minden-Lübbecke auch ein Stück Anerkennung für unsere Abfallwirtschaft“, begrüßte Landrat Dr. Ralf Niermann die Gäste. Der Kreis habe schon Ende der 80er Jahre mit dem Bau der Mülldeponie Pohlsche Heide in Hille Standards im Deponiebau mitbegründet und ist auch danach immer auf dem aktuellen Stand geblieben.

Aus der einstigen Mülldeponie ist heute ein Entsorgungs- und Verwertungszentrum geworden, zu dem ein Kompostwerk und eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage gehören. Demnächst soll eine Biogasanlage hinzukommen, mit deren Hilfe der Kreis sein Mindener Berufsschulzentrum, das Krankenhaus Bad Oeynhausen, das Mindener Kreishaus und die Kampa-Halle umweltfreundlich mit Energie versorgen möchte. „Ein innovatives und ehrgeiziges Pilotprojekt“, betonte Dr. Niermann. Schon heute werden in Hille Holzhackschnitzel produziert, die für die Energiezentrale des neuen Mindener Klinikums als Brennstoff verwendet werden.

Einen „Umbruch in der Deponiewirtschaft“ erwartet Burkhart Schulte, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verwertung organischer Abfälle (GVoA), die das Entsorgungszentrum Pohlsche Heide betreibt und zu zwei Dritteln dem Kreis Minden-Lübbecke gehört. Die Integrierte Deponieverordnung wird verschiedene Neuerungen für die Abfallbehandlung mit sich bringen.

Bisher hatte der Gesetzgeber vor allem den Deponiebau im Blick, künftig wird es auch um Stilllegung und Nachsorge gehen. Darüber informierten sich die Fachleute ebenso wie über europäische Vorgaben, Rechtsprobleme in der Praxis, wirtschaftliche Fragen und Müllentsorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ein Besuch auf der Pohlschen Heide rundete das zweitägige Vortragsprogramm ab.

Die Deponietage waren eine Veranstaltung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) gemeinsam mit anderen Fachverbänden. Neben den Fachvorträgen informierten mehrere Aussteller über ihre neuen Angebote für die Entsorgungsbranche.

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