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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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Medienarbeit auf dem Land: Gute Resonanz bei Infoveranstaltung

Kreis Minden-Lübbecke, den 21.04.2008

  
Medienarbeit auf dem Land: Gute Resonanz bei Infoveranstaltung

Über 60 Teilnehmer haben sich bei der Veranstaltung „Medienarbeit auf dem Land“ des Bündnisses ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V. in der Alten Lübber Volksschule informiert.
Landrat Dr. Ralf Niermann hob in seiner Begrüßung die Bedeutung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für den ländlichen Raum hervor. Dabei machte er auch auf den Anlass der Veranstaltung aufmerksam: „Wie sehen die Mediendörfer der Zukunft aus?“, formulierte er seine Erwartungen an die folgenden Referenten. Konrad Kanning betonte in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Kommission „Unser Dorf hat Zukunft“ die Funktion der Neuen Medien als Bindeglied zwischen Jung und Alt.

Als Hauptreferent stellte Bürgermeister Friedrich Scheerer seine Gemeinde Mönchweiler in Baden-Württemberg vor, die seit dem Jahr 2001 als „Mediendorf“ ein Modellprojekt des Landes für den Einsatz neuer Medien entwickelt wird. Sein Appell: Die Anbindung des ländlichen Raums an die neuen Daten-Autobahnen mit DSL-tauglichen Breitbandkabeln ist ein entscheidender Standortfaktor für Dörfer als Lebens- und Arbeitsort.

Wurden die Neuen Medien bisher als wirtschaftliche Entwicklungschance für den ländlichen Raum gesehen, wird ein Abhängen von diesen Daten-Autobahnen dazu führen, dass sich Betriebe nicht im ländlichen Raum ansiedeln oder Arbeitnehmer mit Telearbeitsplätzen ihren Wohnsitz nicht in Dörfern suchen, wo ein leistungsstarker DSL-Anschluss fehlt. Er appellierte an die Teilnehmer, Politik und Verwaltung im ländlichen Raum für die Bedeutung dieser Infrastruktur weiter zu informieren und zu sensibilisieren.

Konkrete Beispiele aus Mönchweiler zeigten aber auch die positiven Entwicklungsmöglichkeiten für Dörfer durch die Neuen Medien: Vom Senioren-Internet-Café über die Nutzung des kommunalen PC-Schulungsraums durch Schulen und Bürger bis hin zum virtuellen Gewerbepool bietet das „Mediendorf Mönchweiler“ vielfältige Serviceleistungen für Bürger und Unternehmen.

Ernst-Wilhelm Rahe und Anja Schweppe von der Medienwerkstatt Minden-Lübbecke berichteten über Projekte der Medienarbeit aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Den Teilnehmern wurden unter anderem die Radiowerkstatt im Bürgerfunk, Interviews mit älteren Menschen über ihre Lebenserfahrungen als „Erzählte Geschichte“ sowie die Module des Ausbildungskurses „In zehn Schritten zum Dorfreporter“ präsentiert. Das Resümee der Medienwerkstatt: Auch im Mühlenkreis brauchen sich die Menschen medial nicht zu verstecken.

Diese Erkenntnis wurde durch die im Anschluss vorgestellten Beispiele untermauert:
Udo Knost vom Arbeitskreis „DSL“ der Dorfgemeinschaft Wehe berichtete über Aktivitäten, Wehe mit einem leistungsstarken Breitbandkabel zu versorgen; 180 Haushalte im Gebiet der Stadt Rahden haben sich zusammengefunden und warten auf einen DSL-Anschluss; unter www.rahden-wehe.de werden weitere Interessenten gesucht;
Jürgen Wellmann und Thomas Brehme von Stemwede TV zeigten einen kurzen Film über ihre Tätigkeit als ehrenamtliches privates Fernseh-Team; inspiriert durch eine Filmproduktion zum Internationalen Stemweder Jugendfußball-Turnier hat sich das Team inzwischen als lokales und regionales Fernseh-Team weiter qualifiziert und profiliert;
Friedhelm Fischer von der Kulturgemeinschaft Petershagen referierte über Möglichkeiten des Internets als Kommunikationsplattform für Dorf- und Kulturgemeinschaften; durch interessante Gestaltung und immer aktuelle Nachrichten kann das Internet als „moderne Dorfzeitung“ fungieren.

Nach diesen Diskussionsbeträgen stellten sich die Referenten den Fragen der Teilnehmer bei einer Podiumsdiskussion. Dabei gaben viele Teilnehmer ihrer Sorge einer schlechten Anbindung an die so genannten „Daten-Autobahnen“ Ausdruck. Aber auch Ideen und Ansätze der Referate wurden aufgegriffen und für Dörfer im Mühlenkreis als interessante Perspektive erachtet. „Ich kann mir gut vorstellen, dass in unserem Dorfgemeinschaftshaus Jugendliche den älteren Mitbürgern den Umgang mit dem PC erklären und zeigen“, erläuterte ein Teilnehmer seinen konkreten Handlungsansatz als Ergebnis der Veranstaltung.

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