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Kompetenz vor Ort: Kreis übernimmt Großteil der Versorgungsverwaltung

Kreis Minden-Lübbecke, 19.11.07


Kompetenz vor Ort: Kreis übernimmt Großteil der Versorgungsverwaltung

Der Kreis Minden-Lübbecke erweitert sein Dienstleistungsangebot für die Bürger: Zum 1. Januar 2008 übernimmt die Kreisverwaltung die Aufgaben des Versorgungsamtes im Schwerbehindertenbereich und beim Elterngeld vom Land. „Das ist ein Schritt zu mehr Bürgernähe“, betont Landrat Dr. Ralf Niermann. Der Kreis bietet damit im Sozial- und Familienbereich noch mehr Leistungen aus einer Hand. Für die notwendige Fachkompetenz ist gesorgt: 15 Mitarbeiter des bisher zuständigen Versorgungsamtes Bielefeld wechseln nach Minden.

Ein breites Aufgabenfeld bekommt der Kreis bei der Betreuung schwerbehinderter Menschen. Das Kreissozialamt bearbeitet ab 1. Januar 2008 für sie die Anträge auf Feststellung einer Behinderung. Das umfasst auch die Ausstellung entsprechender Ausweise, die Bearbeitung von Änderungsanträgen und die Erteilung von Bescheinigungen für den öffentlichen Nahverkehr. Zehn Mitarbeiter, die derzeit noch beim Versorgungsamt tätig sind, werden diese Aufgaben demnächst im Mindener Kreishaus erledigen. Sie werden jährlich voraussichtlich rund 8.500 Verfahren bearbeiten. „Im Mühlenkreis leben mehr als 40.000 schwerbehinderte Menschen“, erläutert Klaus-Dieter Klaas, Leiter des Kreissozialamtes.

Das Kreisgesundheitsamt ist künftig für Gutachten im Bereich des Schwerbehindertenrechts zuständig. „Im Durchschnitt fallen pro Monat rund 730 Gutachten an“, so der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Peter Witte. Den Großteil übernehmen externe Mediziner, das Gesundheitsamt selbst kümmert sich um schwierige Fragestellungen und besonders ausgewählte Themenbereiche, Qualitätssicherung bei den externen Gutachtern und die Beratung des Kreissozialamtes. Ein bisher beim Versorgungsamt beschäftigter Arzt kommt dafür zum Kreisgesundheitsamt.

Für junge Familien wird das Kreisjugendamt eine wichtige Anlaufstelle. Insgesamt fünf Mitarbeiterinnen - davon vier aus dem Versorgungsamt - kümmern sich dort ab dem 1. Januar 2008 um die Anträge auf Elterngeld. „Sie werden voraussichtlich 2.600 Fälle pro Jahr bearbeiten“, erwartet Kreisjugendamtsleiter Helmut Poggemöller.

Die 15 künftigen Mitarbeiter des Kreises Minden-Lübbecke konnten ihren neuen Arbeitgeber bereits kennen lernen. Landrat, Dezernenten, Amtsleiter und die zuständigen Ansprechpartner haben sich bei einem Informationsnachmittag im Mindener Kreishaus vorgestellt, die Aufgaben des Kreises und die Strukturen der Kreisverwaltung erläutert.

Die Vorbereitungen für den Umzug von Bielefeld nach Minden laufen auf Hochtouren, damit die Bürger ab 1. Januar 2008 so kompetent wie bisher und ortsnäher als jetzt betreut werden können. Bis dahin bleibt das Bielefelder Versorgungsamt für die Bürger des Mühlenkreises zuständig und erreichbar.

Alle notwendigen Informationen über Aufgabenbereiche, Öffnungszeiten und Ansprechpartner gibt der Kreis Minden-Lübbecke rechtzeitig bekannt. Auch auf der Internetseite www.minden-luebbecke.de werden die entsprechenden Fakten dann zu finden sein.

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