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Häusliche Gewalt: Hilfsangebote für Opfer enger vernetzen

Kreis Minden-Lübbecke, 26.11.2007

 
Häusliche Gewalt: Hilfsangebote für Opfer enger vernetzen

Elf Prozent aller Menschen über 60 Jahre sind in den letzten fünf Jahren Opfer häuslicher Gewalt geworden, lautet das Ergebnis einer Bonner Studie aus dem Jahr 2001. Die Lübbecker Diplom-Gerontologin Sinja Henrike Meyer hat darum für ein Projekt im Kreis Minden-Lübbecke Fachleute aus Altenpflege und Hilfseinrichtungen befragt, um Hilfestrukturen im Mühlenkreis zu analysieren und Wege zu deren Verbesserung zu suchen. Die Resultate werden im Dezember im Mindener Kreishaus öffentlich vorgestellt.

Das Problem häusliche Gewalt verschlimmert sich oft in einer Pflegebeziehung. Hier können sich aktuelle gesundheitliche Belastungen sowie über Jahre schwelende Konflikte in Verbindung mit Überforderungsgefühlen der Pflegenden gegenseitig hochschaukeln.

Gewaltopfern im Bereich der häuslichen Pflege den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern  ist das Ziel des vom Land geförderten Projektes, das derzeit unter Koordination der Kreis-Gleichstellungsbeauftragten Andrea Strulik im Rahmen der PRIO-Vernetzung gegen häusliche Gewalt (Prävention-Intervention-Opferschutz) läuft. Darüber hinaus sollen neue Hilfemöglichkeiten erschlossen werden, indem die Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften in der Altenpflege, in Beratungsstellen, in Frauenhäusern und bei der Polizei intensiviert wird.

Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits unternommen. So hat Ende Oktober eine Fortbildung mit 24 Fachleuten aus der Altenpflege stattgefunden. Hier wurden Wege aufgezeigt, wie Fachkräfte der ambulanten Dienste helfen können, den Kreislauf der häuslichen Gewalt zu unterbrechen. Ende November findet ein Vernetzungsgespräch zwischen Vertretern der Altenpflege und der Hilfeeinrichtungen statt. Darüber hinaus wurden Interviews mit Fachleuten aus beiden Feldern geführt, um herauszufinden, wie Pflegebedürftigen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, besser geholfen werden kann.

Der Runde Tisch mit der Präsentation der Arbeitsergebnisse beginnt am Mittwoch, 12. Dezember, um 15 Uhr im Saal des Kreishauses an der Portastraße 13 in Minden. Eingeladen sind neben den Fachleuten aus Altenpflege, Betreuung und Politik alle Interessierten. Anmeldungen nimmt die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Minden-Lübbecke, Andrea Strulik, unter Telefon 0571/807-2109 oder unter E-Mail a.strulik@minden-lübbecke.de entgegen.      

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