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10.11.2006

Gesundheitsamt empfiehlt Grippeschutzimpfung

Kreis Minden-Lübecke, 10.11.2006

Gesundheitsamt empfiehlt Grippeschutzimpfung

Mit dem Ende des Spätsommers beginnt auch wieder die Zeit der Erkältungskrankheiten und der Influenza-Grippe. Während der grippale Infekt eine meist harmlose Erkrankung darstellt, kann die „echte" Influenza-Grippe schwerwiegende Folgen haben. Daher empfiehlt das Kreisgesundheitsamt jetzt die vorbeugende Grippeschutzimpfung.

Der Impfstoff wird in jedem Jahr angepasst an die aktuell auftretenden Grippeviren entwickelt. Nachdem es in den vergangenen Wochen noch Lieferengpässe gegeben hat, stehen gegenwärtig schon 20 Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung. Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich jetzt und bis in den Dezember hinein impfen zu lassen. Der Schutzeffekt besteht bereits 10 Tage nach der Impfung. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Grippewelle im Januar beginnt und im Februar / März ihren Höhepunkt erreicht. Die Impfung ist im Allgemeinen gut verträglich. Nur Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie können nicht geimpft werden.

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut sollten sich Menschen über 60 Jahre, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Personen jeglichen Alters mit chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, der Nieren, der Körperabwehr und des Stoffwechsels, einschließlich Diabetes mellitus, impfen lassen. Gerade ältere Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke haben eine erhöhte Gefährdung für schwere Komplikationen der Grippeerkrankung bis zu tödlichen Verläufen. Experten schätzen, dass während einer gewöhnlichen Grippewelle 2 bis 5 Millionen zusätzliche Arztkonsultationen, 10 bis 20.000 zusätzliche Krankenhauseinweisungen und 10.000 vermeidbare Todesfällen auftreten.

In der außergewöhnlich starken Influenza-Saison 1995 / 1996 wurden diese Zahlen noch deutlich überschritten und es kam zu fast 30.000 zusätzlichen Todesfällen durch die Influenza-Grippe. Besonders betroffen waren Menschen jenseits des 60. Lebensjahres und chronisch Kranke. Die Kosten für die Grippeschutzimpfung werden für den oben genannten Personenkreis in der Regel von den Krankenkassen übernommen, wobei vorab bei der Krankenkasse nachgefragt werden sollte. Eine Praxisgebühr fällt für diese Vorsorgeleistung nicht an. Beim Impftermin kann gleichzeitig die für Ältere und chronisch Kranke empfohlene Pneumokokkenimpfung aufgefrischt werden.

Personen mit beruflich bedingt erhöhter Ansteckungsgefahr wird ebenfalls zur Grippeimpfung geraten. Oft wird über den Arbeitgeber ein Impfangebot gemacht.

Seit Juli hat die Ständige Impfkommission auch die Grippeimpfung für Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln empfohlen. Hintergrund ist die Ausbreitung der Vogelgrippe im Wildgeflügelbestand. Eine Impfung mit dem aktuellen Grippeimpfstoff bietet zwar keinen direkten Schutz vor Infektionen durch den Erreger der Vogelgrippe, kann aber Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden Influenzaviren verhindern.

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