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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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21.07.2021

Eine Stunde - ein Thema - viele Fragen: Gesteigerter Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen

Was tun, wenn das Kind nur auf den Bildschirm starrt? – Gerade in der Corona Pandemie saßen Kinder und Jugendliche oft geradezu zwangsläufig sehr viel öfter an Computer oder Handy als ohnehin schon. Zu diesem Thema lud der Präventive Rat des Kreises Minden-Lübbecke pädagogische Fachkräfte zu einem moderierten Zoommeeting ein mit dem Titel: „Wie geht man mit dem gesteigerten Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen um? Praktische Ansätze für jedes Handlungsfeld.“ Als Referent war Medienpädagoge Franz Philipp Dubberke eingeladen.

 

Der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Computer und Handy gehörten in der Pandemie umso mehr zum Alltag der Kinder und Jugendlichen. Alleine durch das Homeschooling nutzten Schüler*innen zwangsläufig täglich verschiedene Medien. Seit Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich laut einer Studie zur Mediennutzung/-sucht bei Kinder und Jugendlichen, die von der Krankenkasse DAK zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt wurde, dass drei Viertel (75%) der befragten 10- bis 18-Jährigen soziale Medien an sieben Tagen in der Woche nutzten. Als Motive gaben sie an vermehrt ‚Online zu sein‘ um Kontakte zu ihren Freunden während des Lockdowns aufrechtzuerhalten, um Langeweile zu bekämpfen oder um Informationen im Internet zu recherchieren.

 

In der Pandemie wurden mehr Online-Spiele gespielt und darauf wurde mehr durchschnittliche Wochenzeit als im Jahr davor verwendet. Diese Entwicklung nahm der Präventive Rat des Kreises Minden-Lübbecke zum Anlass, pädagogischen Fachkräften ein Informationsangebot in einem neuen Format unter dem Motto „Eine Stunde – ein Thema – viele Fragen“ anzubieten. In seinem Vortrag gab der Referent Impulse zu Nutzungszeiten beim Online-Sein bei Kindern und Jugendlichen. Er wies darauf hin, sensibilisiert zu sein, wie und wozu die digitalen Medien genutzt werden. Auch selber daran interessiert zu sein, was die Kinder spielen und einfach mal mitzuspielen, nennt der Medienpädagoge als guten Tipp. Wichtig sei ihm, dass die Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen im Gespräch bleiben und gemeinsam Regeln zum Medienkonsum erstellen. Dabei sei es auch wesentlich, als Erwachsener selber ein gutes Vorbild zu sein, was den eigenen Medienkonsum angeht und den Kindern und Jugendlichen Alternativen anzubieten. Hier brachte er die Idee ein, wie z.B. Online-Spiele in die reale Welt ‚mit genommen‘ und übertragen werden können.

 

Die rund 75 Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern wie Schulsozialarbeit, Jugendpflege, Jugendamt, Gesundheitsamt, Jugendhilfe hatten im Anschluss noch die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Wegen der positiven Resonanz plant der Präventive Rat weitere Veranstaltungen dieser Art. „Ziel ist es, möglichst vielen pädagogischen Fachkräften aus dem gesamten Kreisgebiet Informationen und Handlungsempfehlungen zu aktuellen Themen zu bieten“, so Mareike Awolin von der Fachstelle für Suchtprävention des Kreises Minden-Lübbecke, die den Präventiven Rat koordiniert. Ihre Kollegin Katharina Helling ergänzt: „Das Format wurde bewusst zeitlich auf eine Stunde beschränkt, da es für die pädagogischen Fachkräfte einfacher ist, eine Stunde in den Arbeitsalltag zu integrieren als zum Beispiel einen ganzen Vormittag. Dadurch erhoffen wir uns mehr Fachkräfte zu erreichen“.  Schon nach den Sommerferien soll ein weiterer Onlinefachvortrag angeboten werden.

 

 

Der Präventive Rat des Kreises Minden-Lübbecke besteht aus Fachkräften der Jugendämter der Städte Minden, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica und des Kreisjugendamtes, des Gesundheitsamtes, der Erziehungs- und Schulberatungsstelle, der Fachstelle für Suchtprävention des Kreises Minden-Lübbecke, des Vereins Wildwasser Minden e.V., mannigfaltig Minden-Lübbecke e.V. sowie des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz und der Schulsozialarbeit im Kreis Minden-Lübbecke. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich mit der Vorbeugung von Sucht, Gewalt und der Wahrnehmung des Jugendschutzes im Kreis Minden-Lübbecke.

 

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