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Aus der Tonne in die Toilette: Anlagen müssen gemeldet werden

Kreis Minden-Lübbecke, 18.07.2007

 
Aus der Tonne in die Toilette: Anlagen müssen gemeldet werden

Trinkwasser ist wertvoll und teuer. Weil sie ihre Wasserrechnungen senken möchten, bauen viele Hausherren Regenwassernutzungsanlagen ein, um die Toilettenspülung zu versorgen, den Garten zu gießen oder Wäsche zu waschen. „Wir begrüßen das, sehen aber auch hygienische Probleme", erklärt Matthias Große Ahlert vom Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke. Diese Anlagen müssen darum strikt vom öffentlichen Trinkwassernetz getrennt bleiben und angemeldet werden.

„Regenwasser ist hygienisch zunächst einmal unbedenklich", erklärt Dr. Peter Witte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Weil das Regenwasser aber meistens über eine Dachfläche in den Vorratstank der Nutzungsanlage abgelaufen ist, könnte es beispielsweise durch Vogelkot verunreinigt sein. Mögliche Folge: Krankheitserreger im Wasser. Diese können nicht nur schwere Durchfälle hervorrufen, sondern auch weitere schwerwiegende Erkrankungen auslösen.

Regenwassernutzungsanlagen dürfen aus diesem Grund keine Verbindung zum öffentlichen Trinkwassernetz haben. Ansonsten könnten sich mögliche Krankheitserreger weiter verbreiten. Außerdem kämen im Falle einer Verunreinigung aufwändige Rohrleitungsspülungen, Desinfektionsmaßnahmen und Wasseruntersuchungen mit den entsprechenden Kosten auf den Eigentümer zu.

Vielen Hauseigentümern im Kreis Minden-Lübbecke ist offenbar nicht bekannt, dass Regenwassernutzungsanlagen darum nach der Trinkwasserverordnung vor der Inbetriebnahme dem Kreisgesundheitsamt angezeigt werden müssen. Das gilt auch für so genannte Grauwasseranlagen und Hausbrunnen, die beispielsweise für Toilettenspülung oder Waschmaschine verwendet werden. Wer seine Anlage noch nicht gemeldet hat, sollte das unverzüglich nachholen. Die Meldepflicht gilt nicht, wenn die Anlage nur zur Gartenbewässerung genutzt wird.

Diese Vorschrift hat zwei Ziele: Zum einen sollen Gefahren für die öffentliche Trinkwasserversorgung vermieden, zum anderen die eigene Hausinstallation vor Schäden durch den unsachgemäßen Einbau von Regenwassernutzungsanlagen geschützt werden. „Deshalb sollten solche Anlagen nur durch eine Fachfirma installiert und abgenommen werden", betont Matthias Große Ahlert.

Falls solche Anlagen in öffentlichen Gebäuden installiert worden sind, müssen sie regelmäßig vom Kreisgesundheitsamt überwacht werden. Die Behörde kann zudem überprüfen, ob die gemeldeten Anlagen ordnungsgemäß installiert worden sind.

Mieter haben nach der Verordnung übrigens einen Anspruch auf Trinkwasser zum Wäschewaschen. Der Vermieter darf Dachablaufwasser also nur für die eigene Waschmaschine verwenden, sofern er mit dem Mieter nichts anderes vereinbart hat.

Auskünfte erteilt Matthias Große Ahlert vom Kreisgesundheitsamt Minden-Lübbecke unter Telefon 0571/807-2841, E-Mail matthias.grosseahlert@minden-luebbecke.de <mailto:matthias.grosseahlert@minden-luebbecke.de>. Das entsprechende Formblatt steht im Internet unter <<http://www.minden-luebbecke.de/media/custom/501_196_1.PDF ?loadDocument&ObjSvrID>>=501&ObjID=196&ObjLa=1&Ext=PDF&La=1&object=med|501.196.1 (Menüpunkt Wasser) zum Herunterladen zur Verfügung oder liegt im Gesundheitsamt aus.

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