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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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Apfelbaum für Petershagen-Hävern als Symbol des neuen Bündnisses

Kreis Minden-Lübbecke, den 08.11.2006


 Apfelbaum für Petershagen-Hävern als Symbol des neuen Bündnisses

Dr. Wolfgang Kirsch, neuer Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), und Landrat Wilhelm Krömer pflanzten am gestrigen Dienstag, gemeinsam einen Apfelbaum in Petershagen-Hävern. Der Baum ist ein Geschenk einer Initiative des LWL an den Mühlenkreis. Seit dem 28.09.2006 ist der Kreis Minden-Lübbecke Mitglied im „Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen". Der Mühlenkreis ist damit der erste Kreis in Westfalen, der dem Bündnis beigetreten ist. Aus diesem Anlass hatte Eberhard Eickhoff, Leiter des LWL-Amtes für Landschafts- und Baukultur, dem Kreis Minden-Lübbecke im Verlauf der Fachtagung zur regionalen Baukultur im ländlichen Raum in Minden einen Apfelbaum geschenkt. Diesen überreichte er Ende September bei einem Festakt im Preußenmuseum.

Obstbäume sind ein Symbol für die Charakteristika der Kulturlandschaften des ländlichen Raumes. Regionaltypisches Bauen auf dem Lande steht demzufolge in engem Zusammenhang mit den traditionellen Grünstrukturen, insbesondere den Obstwiesen in den Dörfern.

So krempelte der Direktor des LWL, Dr. Wolfgang Kirsch, gestern bei seinem Antrittsbesuch im Kreis Minden-Lübbecke die Ärmel hoch und pflanzte den Apfelbaum gemeinsam mit Landrat Wilhelm Krömer ein. Das „Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen" gründet auf einer Initiative des LWL-Amtes für Landschafts- und Baukultur, hob Kirsch mit dem Ausheben des Pflanzloches hervor. „Die Bewahrung und Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes und des gesamten westfälischen Kulturgutes sind besonders wichtige Aufgaben des LWL", so Dr. Kirsch.

Landrat Wilhelm Krömer wies auf die Bedeutung des Leader+-Projektes „Regionale Baukultur im ländlichen Raum des Kreises Minden-Lübbecke" hin: „Mit der Durchführung des Projektes hier im Mühlenkreis haben wir wichtige Informationen über die regionalen Aspekte des Bauens im Kreisgebiet bekommen. Diese helfen den Dörfern, den Blick auf das regionaltypische Bauen zu lenken. So können die baulichen Eigenheiten im ländlichen Raum gezielt bewahrt werden."

Dr. Wolfgang Kirsch und Wilhelm Krömer stellen übereinstimmend fest, dass die regionaltypische Bauweise ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Identität sei.

Besonders bei Neubauten im ländlichen Raum gelte es daher, die Vielfalt und Eigenheiten einzelner Landstriche nicht mit einem auswechselbaren architektonischen Einheitsbrei zu verwischen. Dies führe letztlich zum Verlust der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Dorf als liebenswerte, vertraute Heimat und damit möglicherweise zur Verödung der ländlichen Räume.

Vielmehr müsse die Unverwechselbarkeit des Heimatdorfes als positives Argument für das Leben auf dem Land herausgestellt werden, das ein großes Identifikationspotenzial birgt in Zeiten der Globalisierung und damit verbundener Gleichschaltung. Der Erhalt regionaler Besonderheiten in der Baukultur hat somit auch einen wirtschaftlichen Aspekt, den sich ländliche Kommunen zunutze machen können. Aus dem Grund hat auch Marianne Schmitz-Neuland, Bürgermeisterin von Petershagen, das Thema „regionale Baukultur" auf ihrer Agenda. Sie schaute den grabenden Herren gestern wohlmeinend über die Schultern.

Der Baum wurde in Petershagen-Hävern gepflanzt, weil Hävern eines der sechs Beispielgebiete im Mühlenkreis ist, die im Rahmen des Projektes näher untersucht worden waren. Es sind im Projektverlauf Empfehlungen für eine, den örtlichen Gegebenheiten angepasste, bauliche Ergänzung des Ortes entwickelt worden. In Hävern sind die typischen baulichen Strukturen und Ausprägungen eines Dorfes in der Weseraue noch weitgehend erhalten. Deshalb ist gerade hier Sensibilität im Umgang mit der Architektur gefragt und deren regionaltypische und zeitgemäße Entwicklung besonders wichtig, um dieses Kleinod regionaler Baukultur zu bewahren.

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