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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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01.10.2021

60+ und doch hoch hinaus

Bange machen gilt nicht! Wir alle wissen, daß es heute an unser Limit gehen wird. 100 Höhenmeter werden wir erklimmen. Das ist nicht ohne. Und Kalle als Schlußmann hat heute die besondere Aufgabe, aufzupassen, daß keiner von uns abgehängt wird. Zumal auch er noch, sowie 4 andere Freunde, ohne elektrischen Antrieb fährt.

Es scheint ein radelfreundlicher Nachmittag zu werden. Lange Ärmel sind heute angesagt und bald werden wir auch ‚etwas für die Ohren‘ brauchen.

Peter und Anne haben diese Tour geplant und sie freuen sich, daß wir zahlreich sind und ‚keiner kneift‘. Denn, obwohl wir schon fünf Jahre radeln, an eine Fahrt durch den Berg haben wir uns noch nie getraut. Aber es ist ja auch Ende der Saison und wir sollten alle fit sein.

Unser Treffpunkt ist die Kapelle in Haldem. Meine Karte sagt: 80 m Höhe.

Unsere Strecke führt 2 km auf Asphalt in den Berg hinein. Und dann heißt es: quäl dich oder steig ab! Aber es ist auch nicht wirklich schön, das Rad zu schieben.

Paaaause! Es gibt einen Halt an der Hütte am ‚Großen Kreuz‘, wo es rechts ab zur Wilhelmshöhe geht und links nach Lemförde. Diese Hütte war für mich schon oft eine wichtige Landmarke, daß ich noch auf dem richtigen Weg bin, denn je nach Jahres-oder Tageszeit sieht es im Berg immer anders aus. Friedhelm berichtet uns von dem Aufbau der Zapfenwurfanlage durch die Lebenshilfe Lübbecke.

Weiter geht es bergauf. Meine Karte sagt: 180 m Höhe.

Wir alle sehen schon das ganze Jahr über, wie hart die Forstarbeiter arbeiten, um die schrecklichen Schäden von Dürre und Borkenkäfer zu beseitigen. Ganze Flächen sind abgeholzt und an den Wegen liegen die riesigen Holzberge, die fertig sind zum Abtransport. Friedhelm erklärt uns die spezielle Situation im Stemweder Berg. Um möglichst gerecht für alle Waldbauern zu sein, wurde der Berg in schmale Bänder geteilt, die anteilig aus gleichen Stücken an Berg und Tal und Senken bestehen. Es entstanden Grundstücke von 7 m Breite und 600 m Länge. Eine sehr schwierige Situation ist dadurch entstanden, die z.Zt. unendlich viel Mühe kostet, um die aktuelle Lage zu meistern.

Alle Kletterer wissen: nach bergauf kommt anschließend bergab. So eine lange Abfahrt ist der Hit. Die Strecke ist sogar gepflastert und wir können fast ‚volle Kanne‘ runterdüsen. Aber dazu fehlt so manchem der Mut. Also wird doch gebremst und dann riecht es sogar ein wenig nach Gummi.

Durch Oppendorf geht es ins Oppenweher Moor. Natürlich sind die ‚Special Guests‘ unserer Region, die Kraniche, auch schon wieder aus dem Norden eingeflogen. Man hört ihr Schreien und muß dann nur noch suchen. Irgendwo auf den Äckern und Wiesen oder gar am Himmeln tummeln sie sich.

Die Wege hier sind uns mittlerweile vertraut. Und wie man sich im Wald an der Hütte orientiert, so wissen wir im Moor Bescheid, wenn wir an der Hundeschule vorbeifahren. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Scheunencafe in Brockum. Dort wartet der zweite ‚Special Guest‘, unser Freund Friedhelm. Es ist gute Tradition bei uns, wenigstens zum Kaffee trinken zu kommen, auch wenn man aus irgendeinem Grund die Tour nicht mitmachen kann.

Peter und Anne! Vielen Dank für die außergewöhnliche Tour. Da haben wir uns alle etwas getraut.

Das war unser ‚Paris-Roubaix‘. Am Sonntag haben sich die Profis bei Regen über das Kopfsteinpflaster gequält und wir waren auch alle erfolgreich aus unserer Komfortzone gekommen.

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