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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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17.08.2021

Reimlers-Teich-Bepflanzung (14) 4.500 Stauden begrünen Reimlers Teich
Pflanzarbeiten sind in vollem Gange / Trockenmauer als Sitzgelegenheit

Tannenwedel, Storchschnabel, Lavendel und Fette Henne heißen einige der heimischen, bienenfreundlichen Stauden, die in diesen Tagen an Reimlers Teich im Hiller Dorfkern gepflanzt werden. Insgesamt sind es nach Auskunft von Dagmar Meinert, Leiterin des Baubetriebshofs der Gemeinde Hille, 4.500 Stück, ausgesucht nach den jeweiligen Standortbedingungen. Auch zwei Blumenwiesen und ein Rosenstreifen finden auf der Anlage Platz.

Der Teich ist geflutet, der Uferbereich modelliert und das Beobachtungspodest gebaut – nun geht es an die Begrünung. Vier Mitarbeiter*innen des Gartenbaubetriebs Lohmeier Grün in Holzhausen sind im Einsatz und setzen Staude für Staude in die Erde beziehungsweise ins Wasser. Nicht wuchernde Wasserpflanzen wie Iris, Wasserdost, Baldrian und Sumpfdotterblume brauchen einen feucht-nassen Standort, um zu gedeihen. „Sie ziehen Nährstoffe aus dem Wasser. Auf Schilf und Rohrkolben verzichten wird, sie nehmen nach einiger Zeit alles in Beschlag“, sagt Dagmar Meinert. Zum Erhalt der Wasserqualität und um ein Umkippen des Teichs zu verhindern, appelliert sie an das Verantwortungsbewusstsein von Zierfischhaltern: „Niemand sollte hier seine überzähligen Goldfische einsetzen. Sie vermehren sich rasend schnell und reichern durch ihre Ausscheidungen den Nährstoffgehalt im Wasser an, was wiederum zu Algenwachstum und Sauerstoffmangel führt.“

Direkt an der Dorfstraße wachsen demnächst auf einem zwei Meter breiten Streifen Rosen, unter anderem die rosafarbende Essigrose;  es ist eine historische, bei Insekten beliebte Sorte. Dahinter säen die Gärtner – wie auch auf der gegenüberliegenden Seite des Teichs – eine Blumenwiese ein. Das Saatgut beinhaltet Schafgarbe, Schöllkraut, Sternmiere und Habichtskraut, heimische regionale Sorten, die auch in der natürlichen Hiller Landschaft vorkommen. An der Südseite des Gewässers stehen mehrere alte Laubbäume. In ihrem Schatten fühlen sich Bodendecker wie Storchschnabel, Waldmarbel, Farne und Anemonen wohl.

Bleibt noch die sonnenbeschienene Nordseite, wo das Beobachtungspodest steht. Hier finden Glockenblumen, Thymian, Lavendel, Sonnenhut, Fette Henne, Wolfsmilch und andere Sonnenanbeter einen Platz, zudem wird dort eine Rasenfläche eingesät.

Erschlossen wird die Teichanlage über einen teilweise bereits bestehenden Weg in Nord-Süd-Richtung. Hinzu kommt ein gepflasterter Weg vom Podest zu einer halbrunden Trockenmauer aus Obernkirchener Sandstein, auf dem Besucher*innen Platz nehmen können. Sitzmöglichkeiten bieten auch vier über das Gelände verteilte Bänke, zwei stammen aus dem Bestand und werden aufgearbeitet.

Abgerundet wird die zu 100 Prozent vom Land geförderte Umgestaltung der Anlage von einem Insektenhotel an der Dorfstraße und einem kleinen Feuchtbiotop, gebaut aus Tonelementen, die bei der Abdichtung des Teichgrunds übrigblieben. Zwei große und zwei kleine, von den Diakonischen Werkstätten aus heimischem Robinienholz gefertigte Schautafeln informieren über das Naturbiotop Reimlers Teich und das Förderprogramm sowie Fauna und Flora.

Mit diesen Arbeiten geht das Projekt „Umgestaltung von Reimlers Teich“ auf die letzte Etappe. Bis Ende August muss die Maßnahme beendet sein. „Das wird sie auch“, ist sich Dagmar Meinert sicher. (www.hille.de)

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