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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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“Veränderungen sind machbar, Herr Nachbar”

Kreis Minden-Lübbecke, 24.05.2006

Dienstag, 30. Mai 2006, 14 bis 17 Uhr

Kulturzentrum "BÜZ", Minden


Im Kreis Minden-Lübbecke leben zurzeit nur vergleichsweise wenige Menschen mit geistiger Behinderung alleine, als Paar oder in einer Wohngemeinschaft in ihrer eigenen Wohnung. Viele, die nicht mehr von ihrer Herkunftsfamilie unterstützt werden können, leben bislang in Wohnheimen, in denen sie rund um die Uhr betreut werden. 
Durch das Ambulant Betreute Wohnen wird Menschen mit geistiger Behinderung ein stärker selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Ambulante Betreuung bedeutet, dass behinderte Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, in ihrer selbst angemieteten Wohnung von professionellen Unterstützungsdiensten aufgesucht und ihrem individuellen Bedarf entsprechend begleitet werden.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Selbständiges Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung im Kreis Minden-Lübbecke’ findet im Kulturzentrum "BÜZ" in Minden am Dienstag, den 30.05.2006 in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr die vierte von insgesamt fünf Veranstaltungen statt. Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Wohnheimen für Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten.
Die verstärkte Auseinandersetzung mit dem Ambulant Betreuten Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung bedeutet nicht nur für Menschen mit geistiger Behinderung eine wesentliche Veränderung. Auch für professionelle Helfer stellen sich in vieler Hinsicht neue Anforderungen, wenn Menschen mit Behinderung nicht als ‚Heimbewohner’ oder bei ihren Angehörigen leben, sondern in ihren eigenen vier Wänden betreut werden.
Die Veranstaltung soll ermutigen, Ambulant Betreutes Wohnen vor allem als Chance für Mitarbeiter/innen und Menschen mit geistiger Behinderung zu begreifen.
Neben Kenntnissen über die Chancen und Risiken für die Nutzer/innen selbständiger Wohnmöglichkeiten gehören auch Informationen über veränderte Arbeitsfelder und -aufgaben zum Profil für Mitarbeiter/innen, die in ‚ambulanten Strukturen’ arbeiten.
Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse der niederländischen Einrichtung ‚Stichting Arduin’ soll diskutiert werden, wie Mitarbeiter/innen in einen konsequenten Umbauprozess einbezogen werden können. Zudem werden Erfahrungen der ‚Brücke Südwestfalen gGmbH’, einem erfolgreichen ambulanten Anbieter aus Olpe, dargestellt.

Hintergrund
Um das Ambulant Betreute Wohnen zu fördern und eine bessere Steuerung der Angebote und Kosten zu erproben, hat das Land NRW die beiden Landschaftsverbände seit dem Jahr 2003 mit der Organisation der ambulanten Hilfen befristet bis 2010 beauftragt. Im Auftrag des NRW-Sozialministeriums erforscht das Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen diese Zuständigkeitsveränderung. Der Kreis Minden-Lübbecke dient als eine von landesweit vier Vertiefungsregionen.
Um das Ambulant Betreute Wohnen im Kreis Minden-Lübbecke zu stärken, führen die Anbieter von wohnbezogenen Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung im Kreis Minden-Lübbecke erstmals eine gemeinsame Veranstaltungsreihe durch. Kooperationspartner sind der Kreis Minden-Lübbecke, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das ZPE.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wird das Ambulant Betreute Wohnen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Menschen mit geistiger Behinderung, ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen aus Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Fachleute und sonstige Interessierte sind eingeladen, um über Alternativen zu stationären Angeboten und Möglichkeiten des Ambulant Betreuten Wohnens ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen und Anmeldungen zur Veranstaltung am 30.05.2006 bei Herrn Christof Stamm, Zentrum für Planung und Evaluation (ZPE) Sozialer Dienste der Universität Siegen, Tel.: (0271) 740-3436, E-Mail: stamm@zpe.uni-siegen.de

Das Programm der Veranstaltungsreihe gibt es bei allen Trägern des Ambulant Betreuten Wohnens im Kreis Minden-Lübbecke sowie bei Herrn Klaus Marschall, Koordinator für Behinderten- und Seniorenbelange des Kreises, Tel.: (0571) 807-2287, E-Mail: k.marschall@minden-luebbecke.de

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