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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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“Es lohnt sich, in die Politik zu gehen!” - Podiumsdiskussion mit aktiven Kommunalpolitikerinnen

Kreis Minden-Lübbecke, 22.05.2006

  
Politikverdrossenheit und Politikerschelte - das waren keine Themen bei der Podiumsdiskussion, die kürzlich auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke in Minden stattfand. Hier ging es um die positiven Dinge: Was können Frauen erreichen, wenn sie sich politisch engagieren? Adelheid Traue, CDU Minden, Ute Horstmann, SPD Hille, Gisela Vorwerg F.D.P. Espelkamp und Hannelore Lösche, GRÜNE Preußisch Oldendorf waren die Gesprächspartnerinnen von Annegret Körbitz, Business Coach, die einige interessante Erkenntnisse zutage förderte.

Hintergrund der Veranstaltung ist die Tatsache, dass nur rund jedes vierte politische Mandat von einer Frau wahrgenommen wird. "Dies ist der Anlass, warum die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke die Aktion < Frauen in die Politik! > ins Leben gerufen haben", wie die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Andrea Strulik, bei Ihrer Begrüßung ausführte. "Ziel ist es, Frauen für politische Arbeit zu begeistern und sie auf ihrem Weg zu unterstützen."

Da ist zunächst die Frage, wie die anwesenden Mandatsträgerinnen den Weg in die Politik gefunden haben. Für Gisela Vorwerg war der Anlass ein ganz konkretes Problem in der Verkehrsführung in ihrer damaligen Heimatgemeinde Erkrath. Sie empfand es als außerordentlich hilfreich, von einer anderen Politikerin "an die Hand genommen zu werden".

Auch Adelheid Traue wurde gefragt und ist als Quereinsteigerin innerhalb von zwei Monaten nach Parteieintritt in den Vorstand ihrer Partei gewählt worden. Sie betonte auf Nachfrage, wie wichtig ein gutes Zeitmanagement ist, um die beruflichen und politischen Anforderungen als stellvertretende Bürgermeisterin miteinander verbinden zu können und auch noch Zeit für ein Privatleben zu haben. Hier die Grenze ziehen zu können, um auch einmal abzuschalten, hält sie für besonders wichtig.

Das Wirken in der Politik kann manchmal hart und anstrengend sein, dafür ist ein guter Rückhalt in der Fraktion, vor allem aber die Unterstützung der Familie unerlässlich, betonte Hannelore Lösche und fand damit auch die Zustimmung der anderen Podiumsteilnehmerinnen. Durch die vielen Informationen, die man erhält und die menschlichen Herausforderungen steigt jedoch auch das Selbstbewusstsein. Darüber hinaus entstehen viele Kontakte, da Politikerinnen zu zahlreichen Anlässen eingeladen und zum Teil auch beim Einkaufen im Supermarkt angesprochen werden.

Geduld ist eine Eigenschaft, die auf jeden Fall gefordert wird, denn manche politischen Entscheidungen brauchen ihre Zeit. Auch ist es nicht immer so, dass gleich beim ersten Mal die Argumente der Frauen Berücksichtigung finden. Hier ist Hartnäckigkeit gefragt, wie Ute Horstmann ausführte. Sie hat auch bei Männern und Frauen unterschiedliche Weisen zu reden und zu arbeiten festgestellt, auf die Frauen sich einstellen müssen, da das politische Geschäft auch heute noch im Wesentlichen von Männern geprägt wird.

Einig waren sich alle vier Frauen darin, dass Politik einfach Spaß macht und eine Bereicherung des Lebens darstellt, die sie nicht missen möchten.

Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten setzt ihre Veranstaltungsreihe "Frauen in die Politik!" fort und plant, vier Seminare durchzuführen, die sich u. a. mit rechtlichen Hintergründen und Regeln in der Politik, Strategien und Selbstmarketing für Frauen befassen. Wer Interesse daran hat, wendet sich an die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Minden-Lübbecke, Andrea Strulik, unter Telefon-Nummer 0571/807-2109 oder unter e-mail a.strulik@minden-luebbecke.de.

v.l.n.r.: Annegret Körbitz, Adelheid Traue, Gisela Vorwerg, Hannelore Lösche, Ute Horstmann, Andrea Strulik

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