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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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Natur Pur -
 Im Hiller Hochmoor


 

 Ein Hund gehorcht aufs Wort. Manchmal nur nicht auf das erste...


Das kann beim Spaziergang im Moor für den Hund, besonders aber auch für die Fauna –  und auch für die Flora – erhebliche Folgen haben. Dass alle Beteiligten ganz entspannt den Aufenthalt im Naturschutzgebiet genießen können, dafür sorgt die Natur- und Landschaftsführerin Ivonne -Rebecca Schreier im Großen Torfmoor in der Gemeinde Hille mit ihrem Angebot „Moor erleben – Hund bewegen“.

Auch wenn im Naturschutzgebiet Leinenzwang gilt, wird es für die Hunde nicht langweilig. So steht bei Ivonne-Rebecca Schreier vor dem Spaziergang mit Frauchen, Herrchen und ihren Vierbeinern, erst einmal das Lösen von einigen Aufgaben. Bereits auf dem Parkplatz  wird kreuz- und quer mit den Hunden gegangen. Dabei gibt die erfahrene  Hundehalterin jede Menge Tipps, wie das Tier ausgelastet werden kann. Auch die Nasenarbeit des Hundes ist gefragt. Ein Leckerli ist dafür genau das Richtige.
„Bei dieser Nasenarbeit und bei Entspannungsübungen für die Tiere ist besonders die
Zusammenarbeit von Mensch und Tier gefordert“, beschreibt die Landschaftsführerin, die für Führungen extra aus der Eifel anreist. „Aber auch die Bindung zwischen Halter und Hund wird dadurch gestärkt.“


MOOR ERLEBEN – HUND BEWEGEN

In den zwei Stunden „Moor erleben – Hund bewegen“ erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur viel über das Führen der kleinen und großen Vierbeiner und ihren Jagdtrieb, sondern auch, warum das Hochmoor ein so sensibler Lebensraum ist.
„Hier spielt der Eintrag von Stoffen eine große Rolle, die hier nicht hingehören“, sagt die Naturexpertin. Hundekot ist das Stichwort. Der Nährstoffgehalt dieser Hinterlassenschaft führt zu ungewollten Folgen.

Beispiel ist der Wuchs von Birken, die sich über alles freuen, was ihr Wachstum stärkt. Doch gerade diese Bäume ziehen viel Wasser. Eine fatale Folge ist die Austrocknung des Feuchtmoores. Das Mitführen von
Beuteln für Hundekot und die Entsorgung der Hinterlassenschaft in den selbigen ist daher Pflicht beim Moorspaziergang mit den treuen Gefährten. „Aber auch Wasser für die Tiere sollte nicht vergessen werden“, erinnert Ivonne-Rebecca Schreier. Dann kann
die Schönheit und Bedeutung dieses Landstriches richtig genossen werden.

Denn das Große Torfmoor ist ein großes Stück Naturgeschichte. Es zählt ornithologisch wie auch pflanzensoziologisch zu den international wichtigsten Feuchtgebieten. Aufgewölbt hat es sich in einer flachen Niederung des Ur-Wesertales, denn vor mehr als 200.000 Jahren musste die Weser den Gletschern ausweichen und suchte den Weg nach Westen entlang des Wiehengebirges. Die sandigkiesigen Ablagerungen, die der Fluss hinterließ, sind stellenweise bis zu 23 Meter stark. Mit dem Zurückweichen der
Gletscher fand die Weser den Weg in ihr heutiges Flussbett. Der alte Flussarm wurde abgeschnitten und es entstand ein großer See. Über Jahrhunderte bildete sich hier Torfmudde, eine Sedimentschicht aus Kalk und Muscheln. Sie bildete vor etwa 11.000
Jahren eine Art Isolierschicht zum Grundwasser und damit die Basis für die Entstehung dieses nährstoffarmen Hochmoores.

 

Mit der allmählichen Verlandung des Sees wuchs zuerst ein Niedermoor.Schwimmblattpflanzen wichen Röhricht, der später von Weiden, Erlen und Faulbäumen verdrängt wurde. Zunächst war das Niedermoor noch nährstoffreich. Nur durch Regenwasser genährt, verlor es aber langsam seinen Nährstoffreichtum und das heutige Hochmoor, das zum aufmerksamen Verweilen von Zwei- und Vierbeinern einlädt, entwickelte sich.

Dieser Flecken Erde ist ein wahrer Naturschatz für die Gemeinde Hille. Mit ihren neun Ortschaften zählt die vor allem durch Landwirtschaft geprägte Gemeinde etwa 16.000 Einwohner. Neben den großen Bauernhöfen gab es bis ins 19. Jahrhundert hinein viele kleine Heuerlingsstätten, deren Inhaber ein Zubrot durch handwerkliche Arbeiten wie die Leinenweberei und die Zigarrenmacherei verdienten. Denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, Kirchen, Kapellen und die weithin sichtbaren Windmühlen prägen bis
heute das Bild der Hiller Ortschaften.

 

 
 
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Hinfahrt von Minden mit dem Schiff auf  dem Mittellandkanal, Rückweg mit der  Museumseisenbahn (oder anders herum).  Fahrradmitnahme – für eine Rundtour durch die Ortschaften der Gemeinde –  
ist möglich.

 
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DIE ALTE BRENNEREI

Die ehemalige landwirtschaftliche Kornbrennerei der
Familie Chr. Meyer ist das einzige Kornbrennerei-
museum in Westfalen-Lippe. Das Inventar zur Alkoholherstellung ist fast vollständig erhalten, die
Dampfmaschine Bj. 1895 funktionstüchtig.  Die Alte Brennerei ist damit einzigartig und brennend
interessant.

Führungen zur Architektur des Industriedenkmals, den technischen Einrichtungen, zum Herstellungsprozess von Alkohol und Spirituosen und zur  Betriebsgeschichte werden angeboten.

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