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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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Buntes Leben
 in Espelkamp

Ein bisschen mehr Sonne wie noch am Tag zuvor, die herrlich warmen Temperaturen – und die Illusion wäre fast perfekt:  venezianisches Flair im Nordwesten des Mühlenkreises. Die farbigen Häuser der Insel Burano mitten in Espelkamp. Für Stadtführer Gunter Kramer, mit gut Mitte 80 ein überzeugter Espelkämper, ein wunderbaresBeispiel für eine gelungene – und sogar ausgezeichnete – Quartiersgestaltung. Denn die Burano-Siedlung ist Teil eines Erneuerungsgebietes, das in Zusammenarbeit mit der örtlichen Aufbaugemeinschaft Espelkamp und Unterstützung des Landes aufgewertet wurde. In den 1950er-Jahren standen hier Wohngebäude des einfachsten Standards.
Der Sanierungsrückstand war enorm, erinnert Gunter Kramer. Kaum vorstellbar, wenn der Stadtführer heute seine Gäste durch das Viertel führt und auf die farbige Häuservielfalt mit den vielen kleinen gepflegten Gärten verweist.

 

Dabei seien die Bewohner der Burano-Siedlung vor allem in die Gestaltung der Gärten intensiv mit eingebunden worden, erzählt der ehemalige Betriebsleiter eines Möbelunternehmens. So sei es gelungen, die Gärten an den Bedürfnissen der Bewohner zu orientieren. Auch die hier starke türkische Gemeinde engagierte sich und machte das Quartier mit zu dem, was es heute ist: eine Wohngegend mit Flair. Entsprechend hoch ist die Attraktivität für Wohnungssuchende.

Ganz anders die Entwicklung in der Muna-Siedlung, wo eigentlich die Geschichte der Stadtwerdung Espelkamps Ende der 1930er-Jahre begann. Während der Zeit der Nationalsozialisten war die Siedlung aus militärischer Sicht interessant geworden. Die Lage in einem Waldgebiet bot ideale Voraussetzungen für die Errichtung einerHeeresmunitionsanstalt. Der Sichtschutz durch den dichten Baumbestand, eine
gute Bahnanbindung, und wichtige Versorgungsressourcen wie Wasser und Strom waren vorhanden. So entstand die später „Muna“ genannte Anlage auf einer Fläche, die in etwa 350 Fußballfeldern entspricht. Hier wurden mehr als 130 massive, einstöckige Gebäude sowie ein umfangreiches Straßennetz errichtet. Granaten, Zünder und Geschossrohlinge wurden hier hergestellt. Auch Giftgasgranaten sollten in der Muna gefertigt werden. Das Vorhaben wurde aber bis Kriegsende nicht realisiert.

STADTENTWICKLUNG FÜR DIE MENSCHEN

der Baracken von den Alliierten, die die Stadt besetzten, abgerissen. Die verbliebenen Gebäude aber wurden wenig später wieder genutzt, zunächst als Flüchtlingslager. Dem evangelischen Hilfswerk für karitative Zwecke zur Verfügung gestellt, entstand wenig später hier eine Art diakonische Einrichtung, schildert Stadtführer Gunter Kramer.

Espelkamp entwickelte sich zunehmend zum Zufluchtsort vor allem für Heimkehrer und Vertriebene.
1948 dann der Wandel. Bei den sogenannten  „Betheler Besprechungen“ wurde entschieden, sich um den Ausbau des ehemaligen Muna-Geländes zu
einer industriellen Siedlung zu bemühen. Ziel: die Schaffung von Arbeitsplätzen für die stetig wachsende Bevölkerung. Viele der Gebäude der Munitionsfabrik wurden umgenutzt, Unternehmen in die Stadt geholt. Noch heute ist diese Siedlungsstruktur gut zu erkennen, wenn Gunter Kramer seine Gäste in die kleinen Straßen führt. Aktuell zählt Espelkamp, das den Ruf als Stadt im Wald genießt, mit ihren neun Gemeinde-
teilen rund 25.000 Einwohner.

Mit der Gauselmann-Gruppe, der Harting-Technologie-Gruppe und dem Geokunststoff-Hersteller Naue sind neben vielen weiteren mittelständischen Firmen in Espelkamp weltweit agierende Unternehmen ansässig, die sich auch stark in der Region engagieren. Das 1972 eröffnete Neue Theater ist ein fester Bestandteil der Kulturszene – die weit über die Grenzen der Stadt lockt – und Spielort für Schauspiele, Konzerte, Kabarett und mehr.

 

 
 
I-Punkt
 

Tourist-Information Espelkamp

Kulturbüro

Wilhelm-Kern-Platz 14
32339 Espelkamp
Fahrt planen

05772 - 56 21 61
s.passlick@espelkamp.de
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Sehenswertes
 

Waldfreibad Espelkamp

Trakehner Straße 7
32339 Espelkamp

05772-9 79 84 36


Stadtbrunnen auf dem Grünanger

Breslauer Straße gegenüber dem Rathaus
32339 Espelkamp

05772-562 0


Neues Theater Espelkamp

Trakehner Straße 1
32339 Espelkamp

E-Mail
05772-44 24


Freizeitbad Atoll Aquapark Management GmbH

Trakehner Straße 9
32339 Espelkamp

05772 -97 98 40


Schloss Benkhausen

Neustadtstraße 40
32339 Espelkamp

E-Mail
05743 93182 10


5.04 Teppich-Museum Tönsmann

General-Bishop-Str. 23
32339 Espelkamp

E-Mail
05772 - 5585
05772 - 4004

 
Angebote
 

 STADTFÜHRUNG

„Wir zeigen Ihnen Espelkamp“ ist als Einladung an alle gemeint, die sich für unsere schöne Stadt interessieren. In jedem Jahr stellen die Stadtführer ein buntes Angebot zusammen, das die Besonderheiten Espelkamps widerspiegelt. Historisches und Aktuelles, Rundgänge, Fahrradtouren, Busrundfahrten und individuelle Stadtführungen – es ist für jeden etwas dabei.

 
Ein echtes Erlebnis
 

SCHLOSS BENKHAUSEN

 Das Schloss Benkhausen hat sich zu einem ganz beson-

deren Ort entwickelt. Die historischen Räumlichkeiten,
die mit viel Aufwand und Liebe zum Detail restauriert und modernisiert wurden, werden heute in erster Linie als Weiterbildungs- und Tagungszentrum der Gauselmann Gruppe genutzt. Auch Trauungen können in Absprache mit dem Standesamt der Stadt Espelkamp vorgenommen werden.

Entspannung und Abwechslung zum hektischen Alltag
finden Besucher in der weitläufigen Parkanlage nach
klassischem englischen Vorbild, dem angrenzenden
Waldgebiet mit Rad- und Wanderwegen oder auch im
Deutschen Automatenmuseum, das auf dem Schloss-
gelände ebenfalls einen adäquaten Platz gefunden hat.
Das Schlosscafé „Die Rentei“ lädt an den Wochenenden
Besucher und Gäste mit Kaffee- und Kuchenspezialitäten
zum Verweilen ein.

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