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Mühlenkreis Minden-Lübbecke

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Rittergut Eisbergen

Weserstraße 16
32457 Porta Westfalica
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Rittergut Eisbergen


Geschichte

Das Herrenhaus wurde 1912 nach dem Brand des Vorgängerbaus als repräsentativer Sandsteinbau mit historisierenden Jugendstilelementen neu errichtet. Die obere Terrasse vor dem
Herrenhaus wird von zwei mächtigen Bäumen – einer Blutbuche und einer Federbuche – dominiert. Die beiden barocken Frauenskulpturen sowie die Vase auf Sockel stammen noch aus dem 18. Jahrhundert. Von hier führte früher eine
repräsentative Treppenanlage auf die untere Terrasse, die heute für den Reitsport genutzt wird.

Erstmals genannt wurde das Rittergut im Jahre 1396. Eigentümer war damals Florecke von Zerssen. Einer der zahlreichen Eigentümer aus dem Hause von Zerssen war Heinrich Julius von Zerssen. Anfang des 18. Jahrhunderts war das Rittergut
Gegenstand von Erbstreitigkeiten zwischen den Familien von Zerssen und von Leuchtmar. Dieser Rechtsstreit zog sich über zwanzig Jahre hin und beschäftigte Gerichte bis hin zum Reichskammergericht.

Der Stiftshauptmann von Quedlinburg, der Geheimrat Paulus Andreas Freiherr von Schellersheim, kaufte 1747 das Gut. Es diente ihm und seiner Gattin Benedikte Luise von Hammerstein als Altersruhesitz. Als Stiftshauptmann untersagte er auf
Antrag anderer Ärzte den Quedlinburger Bürgern, sich von Dorothea Christiane Erxleben ärztlich behandeln zu lassen. Er forderte Erxleben auf, ihr Examen innerhalb einer Frist von drei Monaten abzulegen. Erxleben trat am 6. Mai 1754 zum
Promotionsexamen an und war die erste und für eineinhalb Jahrhunderte auch die einzige Ärztin, die in Deutschland promovieren und ihren Beruf offiziell ausüben durfte.

Ein Nachkomme Schellersheim heiratete im Jahr 1881 die Tochter Marie Elisabeth des Eduard Kuno von der Goltz, der daraufhin ebenfalls nach Eisbergen zog. Bis heute befindet sich das Gut in Familienbesitz und dient neben der land- und
forstwirtschaftlichen Nutzung als Reitsportanlage
Besonderheiten:

Auf der Westseite befindet sich der verwaldete Landschaftspark. Eine Allee sowie einzelne herausragende Solitärbäume sind Relikte dieses ehemaligen Parks. Bemerkenswert ist ein gut erhaltener Eiskeller in Form eines künstlichen Hügels.
Der private Gartenbereich zwischen Orangerie und Herrenhaus wird von einer mächtigen Hängebuche mit einem Durchmesser von rund 30 m dominiert.

Die als Fachwerkbau angelegte, ungewöhnlich große Orangerie weist zur Südseite 15 Fensterachsen auf.

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