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Minden

Es war einmal im Jahre 798 ...

... als Karl der Große eine Reichsversammlung in Minda abhielt. Das führte zur ersten Erwähnung Mindens in den fränkischen Reichsannalen und markiert den Auftakt zu bislang mehr als 1200 Jahren Stadtgeschichte. Um 800 wurde Minden Bischofssitz und ein erster schlichter Dombau wurde errichtet. Zu den umfassenden Privilegien der Stadt gehörte ab 977 das Recht, Münzen zu prägen, Märkte einzurichten, Zölle zu erheben und Gericht zu halten: Der Grundstein für die Entwicklung des bischöflichen Mindens war gelegt.

Der Marktbetrieb, der wohl auf dem heutigen Markt und am Scharn stattfand, zog Handel, Handwerk und Gewerbe an. Über den Anschluss an die Kaufmannsstädte der Hanse fand dann im Mittelalter sogar ein grenzüberschreitender Warenaustausch statt. Und Minden wuchs. Die Marien- und Simeonsvorstadt sowie die Fischerstadt entstanden. Vom wirtschaftlichen Aufschwung nach der Reformation zeugen noch heute viele Bauwerke.

Auch die Jahre unter brandenburg-preußischer Herrschaft hinterließen in Minden ihre auch heute noch sichtbaren Spuren. Sie laden ein zu einem Bummel durch die Jahrhunderte ...

Vom wirtschaftlichen Aufschwung Mindens im 16. Jahrhundert profitierte die Baukunst. Die geschmückten Fachwerkhäuser und die Verarbeitung von Sandstein an den Fassaden der Bürger- und Patrizierhäuser prägten einen eigenen Stil, für den man im 20. Jahrhundert den Begriff "Weserrenaissance" einführte.

In Minden begegnen Sie vielen alten und neueren Beispielen dieses Stils. So vermitteln die Häuser, die den reizvollen Rahmen für das Mindener Museum bilden, den Eindruck einer Straße des 17. Jahrhunderts.

Nach dem westfälischen Frieden von 1648 wurde Minden brandenburg-preußische Verwaltungs-, Festungs- und Garnisonsstadt. Bis 1873 sicherten ihre ausgebauten Festungswälle die Provinz Westfalen gegen das Königreich Hannover ab.

Den Spuren dieser Zeit können Sie im Preußen-Museum nachgehen. Dort werden sie auf 1.500 Quadratmetern anhand zahlreicher Originale, aufwändiger Inszenierungen und moderner Ausstellungsmedien anschaulich präsentiert. Sie finden das Museum in der ehemaligen Defensionskaserne, einem der frühesten repräsentativen militärischen Großbauten, die noch heute das Stadtbild Mindens prägen.

Nach langer Planung wurde 1906 mit dem Bau eines für die damalige Zeit gigantischen Projekts begonnen: Des Rhein-Weser-Kanals. Eine trogähnliche, 341 Meter lange Brücke führt den Mittellandkanal seit 1914 über die Weser und bildet eines der größten Wasserstraßenkreuze der Welt. Von der Mindener Fahrgastschifffahrt werden "Kreuzfahrten" angeboten, bei denen Sie Schachtschleuse, Pumpwerk, Kanalbrücke und Südabstieg gezeigt und erklärt bekommen. Auch die Durchquerung der Schachtschleuse sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Die 1914 errichtete Schachtschleuse mit einer Kammerlänge von 85 m und 10 m Breite entspricht mittlerweile nicht mehr den heutigen Anforderungen und den Ausmaßen der zu schleusenden Schiffe. Seit dem Frühjahr 2010 entsteht daher eine neue Schleuse parallel zur alten.

Geschichte neu erleben in Minden!

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